Informationen zur Bodenseezulassung

Wer heute die Schönheit des Bodensees von Bord des eigenen Motorboots genießen möchte, braucht dazu eine Bodenseezulassung. Nach der amtlichen Reglung braucht man heute sowohl für ein Motor- als auch für ein Segelboot, das mit sanitärer Anlage und einer Kochstelle versehen ist, eine spezielle Genehmigung. Somit sollte sich jeder, der vorhat, mit dem eigenen Boot über den Bodensee zu schippern, einmal für eine solche Genehmigung interessieren.


Der Bodensee ist ein Trinkwasser Reservoir

Der Bodensee ist auf seiner deutschen Seite das größte Reservoir für Trinkwasser für Baden-Württemberg. Das Trinkwasser wird vom Bodensee durch Rohrleitungen bis in die nördlichen Teile des Bundeslandes befördert. Somit ist es natürlich von äußerster Wichtigkeit, diese Trinkwasserquelle so sauber wie möglich zu halten. Aus diesem Grunde gelten am Bodensee eine ganze Reihe von Umweltmaßnahmen, die auch die Sportschifffahrt betreffen. Somit gilt für Boote aus allen Anliegerstaaten und natürlich auch für Besucher aus anderen Ländern eine einheitliche Verordnung: die Bodenseeverordnung.



Was beinhaltet die Bodenseeverodnung?

Grundsätzlich müssen alle Boote, die über 2,50 Meter lang sind registriert werden, wenn man damit auf dem Bodensee fahren möchte. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Boot mit einem Motor angebtrieben wird, oder nicht. Handelt es sich bei dem Boot um ein Motorboot oder ein Segelboot, das über Kochstelle und Toilette verfügt, so braucht man eine amtliche Bodenseezulassung mit den Bodensee Kennzeichen. Diese Zulassung wird immer für Boot und Motor zusammen ausgestellt und gilt für einen Zeitraum von drei Jahren. Die Sportschifffahrt ist nur mit einer solchen Zulassung möglich, da spezielle Bestimmungen herrschen, die auf andere Gewässer nicht zutreffen. Deshalb ist es auch nicht möglich, eine Kurzzeit- Genehmigung, beispielsweise für den Urlaub, zu erhalten.


Besonders strenge Richtlinien gelten für die Toilettenanlagen auf den Schiffen. Die Toiletten dürfen nicht so geartet sein, dass sie mit einer Lenzpumpe in das Bodenseewasser abgepumpt werden können. Vielmehr muss das Schiff über einen Fäkalientank verfügen, dessen Inhalt nicht mit dem Wasser in Berührung kommen kann.


Beim Motor ist darauf zu achten, dass bei Innenbordern Abgasstufe 2 verlangt wird. Auch wenn man einen Außenborder heute neu zulässt, muss dieser über Abgasstufe 2 verfügen. Auch sind 2 Takt Benzinmotoren heute auf dem Bodensee nicht mehr gestattet.

Wie erhält man die Bodenseezulassung?

Wenn das Boot gemäß den Vorschriften, die am Bodensee gelten, ausgestattet ist,so ist es heute relativ einfach, die Bodenseezulassung zu erhalten. Man kann sich heute sogar online zu einer Bootsabnahme anmelden. Dann erhält man von der Behörde Ort und Zeit mitgeteilt, an dem man dass Boot zur Prüfung vorführen muss. Zum Prüfungstermin muss das Boot im Wasser liegen und für den Prüfer völlig zugänglich sein. Es wird hier nicht nur die Ausrüstung, sondern auch die Tauglichkeit und Betriebssicherheit des Bootes geprüft. Der Prüfer hat dabei das Recht, eine Probefahrt zu verlangen.


In allen Anrainerstaaten des Bodensees gelten die gleichen Schutzbedingungen für den See. Man kann die Bodenseezulassung gemäß dem Liegeplatz auch in der Schweiz oder in Österreich beantragen. Die Bedingungen sind dabei in allen drei Ländern gleich.